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Familiengottesdienstkreis

Am Montag, dem 21.10.2019, findet um 20.15 Uhr das nächste Treffen des Familiengottesdienstkreises statt.

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Die veränderte Republik?

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Jahresgedenkgottesdienst für Verstorbene

Eucharistie in der Kirche des Franziskanerinnenklosters als Jahrgedächtnis

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Bardeler Adventskalender zu verkaufen

Dombuchhandlung hat uns Adventskalender zugeschick

 

 

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Liebe Leserinnen und Leser

Andreas Webel

800 Jahre ist es her, dass sich der hl. Franziskus, der Patron unserer Pfarrgemeinde, bei Damiette (Ägypten) mit dem Sultan Al-Malik  Al  Kamil  getroffen hat. Es war eine bemerkenswerte Begegnung! So bemerkenswert, dass die Franziskanische Gemeinschaft dieses Aufeinandertreffen ein ganzes Jahr lang als Jubiläum begeht. Ein Christ und ein „heidnischer“ Moslem, ein verhasster Sarazene, trafen sich, nach islamischen Zeugenberichten, mehr als eine Woche lang zu Gesprächen. Gespräche, die eigentlich nicht hätten sein dürfen.
Man hatte dem hl. Franz abgeraten nach Damiette zu gehen. Der Feind war militärisch zu schlagen und zu vernichten. Und er würde auch sicher den Heiligen nicht am Leben lassen. Auch dem Sultan hatten seine Ratgeber vom Treffen abgeraten. Diesen Ungläubigen, diese grausamen Christen, sollte man töten – nicht mit ihnen reden oder verhandeln.
Und doch fanden diese beiden beeindruckenden Persönlichkeiten ihrer Zeit zusammen, führten einen langen echten Dialog miteinander und waren schließlich beide voneinander beeindruckt. Was war dort in Damiette geschehen?
Franziskus, ein überzeugter Christ und der Sultan, ein ebenso überzeugter Moslem waren sich begegnet – und zwar auf Augenhöhe. Jeder der beiden hatte Interesse am Gegenüber, wollte eine echte Begegnung und nicht nur einen Schlagabtausch von Argumenten. Beide begegneten sich mit Respekt und gegenseitiger Achtung. Beide sahen einander zuerst einmal in einem positiven, wohlwollenden Licht und nicht voller Misstrauen. Beide, besonders Franziskus, begab sich in die Hände des Anderen ohne Angst und Misstrauen, der könnte es schlecht mit ihm meinen.
Und beide waren bereit, voneinander zu lernen. Wir heute leben in Zeiten großer Migrationsbewegungen. Viele Konflikte entstehen, wenn fremde Kulturen und Religionen aufeinandertreffen. Die Nachrichten sind voll davon.  Viele  solcher  echten  oder  auch  nur  großgeredeten Konflikte entstehen durch Unwissen voneinander. Begegnung – echte Begegnung – könnte manchen Konflikt entschärfen oder gar nicht erst entstehen lassen. Interesse am Anderen, vielleicht einfach nur Neugier, könnte ein Antrieb sein, aufeinander zuzugehen. Den anderen in seiner Eigenart zu respektieren, ihm Achtung entgegenzubringen ermöglicht echte Gespräche.
Und noch eines scheint mir wichtig zu sein: einen eigenen Standpunkt, eine eigene Überzeugung und Basis zu haben. Wenn ich selbst einen geistigen und geistlichen Stand habe, dann brauche ich vor dem Fremden, auch vor der fremden Kultur keine Angst zu haben. Ich kann mich dann offen und unvoreingenommen mit ihr auseinandersetzen und sogar von ihr lernen.
In den vergangenen Jahren haben wir in der Flüchtlingsarbeit unserer Pfarrei auf Begegnungen in diesem Geist Wert gelegt. Der Geist des hl. Franziskus ist auch der Geist des Evangeliums, des Geistes Jesu. Ein Geist, der jeden Menschen als ein Geschöpf Gottes ansieht, unabhängig von Geschlecht Hautfarbe oder Kultur. Der hl. Franziskus hatte diese Haltung tief im Herzen verinnerlicht, eine Haltung, die aus der Liebe Jesus zu allen Menschen erwachsen ist.
Als das Gebet der vielen Religionen in Assisi, dem vom Geist des Franziskus beseelten Ort, zum erstenmal begangen wurde, da bestand für diejenigen, die sich dort versammelten, um für den Frieden zu  beten, die „ständige Lehre von Assisi“ in dem Ideal des Franziskus, „das sich aus Sanftmut, Demut, einem tiefen Gefühl der Nähe Gottes und der Bereitschaft, allen zu dienen, zusammensetzt“ (Johannes Paul II., Ansprache in Assisi, 27. Oktober 1986).
Ich glaube auch wir heute können von dieser wunderbaren Begegnung des hl. Franziskus mit dem Sultan für heute lernen, damit echter Friede wachsen kann, damit das Reich Gottes ein Stück mehr Wirklichkeit werden kann. Das  Motto unserer Pfarrgemeinde – gemeinsam, achtsam – sollten wir immer wieder erinnern, es bedenken und es immer mehr mit Leben füllen.

Ihr
Andreas Webel

 

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